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Vorsorge und Altern
Unter Integrated Health Care, zu Deutsch ganzheitliche Gesundheitsvorsorge, versteht man an seinen persönlichen Lifestyle angepaßte Art Krankheiten vorzubeugen. Darin miteingeflochten sind vererbte Faktoren, epigenetische Elemente, Umwelteinflüsse und die Ernährung. Um eine gute Vorsorge zu gewährleisten, muss ein gewisses Verständnis für die Interaktionen in den genannten Bereichen erfolgen und persönliche Faktoren müssen miteinbezogen werden. Um das Ziel zu erreichen wird es in einigen Fällen nötig sein sich an einen Experten wie bspw. einen Arzt, einen Ernährungsberater oder an einen Heilpraktiker zu wenden. Zuletzt können aber auch sie nur Ratschläge, Empfehlungen und Hilfestellung geben, wie Sie Ihre persönliche Integrated Health Care erlangen.
Für weitere Informationen:
Meta-Analyse und ihre Bedeutung bei genomic profiling
Alterung
Das Geheimnis der Lebensdauer-Gene
Das Team um David Sinclair fügte Extra-Kopien von Sir2 in Hefezellen ein, wodurch die Lebenserwartung um 30 % anstieg. Bei Rundwürmern ist die Lebenserwartung sogar um 50 % angestiegen. Zelluläre DNA ist um Histone gewickelt. Chemische Markierungen, wie zB. Acetylgruppen, bestimmen wie fest die Verpackung ist. Deacetylierte DNA ist still gelegt, die Sir2 Proteine nehmen an diesem Prozess teil.
Durch eine Reduktion der Kalorien-Aufnahme wurde in Tierversuchen eine Verlängerung der Lebenserwartung bei Ratten und sogar bei Primaten nachgewiesen. Die Tiere lebten länger und waren viel gesünder als ihre Artgenossen. Krebs, Diabetes und sogar neurodegenerative Erkrankungen traten kaum noch auf. Dabei wurden Veränderungen im zellulären Abwehrsystem, Reparatursystem, in der Energieproduktion und bei der Apoptose festgestellt.
Bei Säugetieren ist das Pendant zu Sir2 das Sirt1 Gen. Sirt1 kontrolliert Prozesse wie Apoptose, zelluläre Abwehrsystem und den zellulären Metabolismus. Sirt1 reguliert dabei andere Schlüsselproteine wie p53 oder Ku70. Während einer reduzierten Kalorien-Aufnahme fungiert Sirt1 als Sensor für Verfügbarkeit von Nährstoffen und als Regulator der Leberaktivität. Die Sirt1 Aktivität ist während einer Diät in Fettzellen herab gesetzt.
Auch andere Abläufe werden durch Sirt1 beeinflusst. Entzündungen, beispielsweise, sind an verschiedenen Krankheiten, wie Krebs, Arthritis, Asthma und Herzerkrankungen beteiligt. Außerdem ist Sir2 auch in hormonelle Abläufe involviert. Der Insulinlike growth factor 1 (IGF-1), ein starkes Signalmolekül, bestimmt die Lebenserwartung in einigen Würmern, Fliegen und Mäusen.
Alterung: Ein Hinauf- oder Herunter Regulieren der Genaktivität?
Ein Schlüsselprozess beim Altern ist die verringerte Expression einiger Gene. Hierbei sind die Methylierung der DNA, die Modifikationen der Histone und ein Umbau am Chromatin von zentraler Bedeutung. Eine Hypermethylierung der Promoter-Sequenz legt ein Gen still. Eine Hypomethylierung des ganzen Genoms ruft genomische Instabilität hervor und betrifft sowohl Onogene als auch Tumor Suppressor Gene in verschiedenen Organismen wie Hefe, Würmern, Fliegen und Mäusen. Betroffen sind Gene, die in den Zellzyklus, die Apoptose und Detoxifikation involviert sind. Eine Reduktion der Kalorienaufnahme normalisiert die Expression dieser Gene. Obwohl wichtige Signalwege wie die des IGF-1 und p53 betroffen sind, können diese Gene nicht direkt mit dem menschlichen Alterungsprozess in Verbindung gebracht werden. Bei einer Anti-Aging-Therapie sollte die Genexpression der älteren Generation auf den typischen Level von jungen Erwachsenen gebracht werden. Eine Reduzierung der Kalorienzufuhr und körperliches Training könnten die Aktivität von Onkogenen drosseln und die stillgelegten Tumor Suppressor Gene wieder aktivieren. In diesem Zusammenhang spielen Genistein und Resveratrol eine entscheidende Rolle. Durch eine Inhibition der Methyltransferase aktiviert Phenylessigsäure die Gene p53 und p21, wodurch die genomische Instabilität sinkt. Die DNA Microarray Technik verspricht auch auf diesem Gebiet große Fortschritte.
Für weitere Informationen:
Unlocking the secrets of longevity genes
Aging: gene silencing or gene activation?
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